Häufige Fragen und Antworten zur rheumatoiden Arthritis

Häufige Fragen

Häufig gestellte Fragen (FAQs) zur rheumatoiden Arthritis

Sie haben Fragen zur rheumatoiden Arthritis? Hier finden Sie häufig gestellte Fragen und Antworten.

  1. Ich habe vor Kurzem die Diagnose „rheumatoide Arthritis“ bekommen und soll nun eine Basistherapie mit Medikamenten beginnen. Ich habe Angst vor Nebenwirkungen und möchte lieber sanfte Mittel aus der Natur einnehmen.

    Die rheumatoide Arthritis ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung, bei der die Körperabwehr fälschlicherweise Gelenke und sogar innere Organe angreift. Dabei kann es zu schweren Schädigungen kommen. Ein ganz wichtiger Behandlungsgrundsatz ist, dass die Behandlung so früh wie möglich und mit wirksamen Medikamenten beginnen muss, um die Schäden so gut wie möglich zu verhindern. Sanfte Mittel wie Heilerde, Tees, Arnikablüten, Kohlwickel usw. können diese wirksame Behandlung bestenfalls unterstützen, aber nicht ersetzen. Bitte sprechen Sie mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt darüber. Weitere Informationen zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis

  2. Ich habe gehört, dass Akupunktur bei rheumatoider Arthritis helfen soll. Stimmt das?

    Bisher gibt es keine Studien, die einen Effekt der Akupunktur auf Schmerzen, Entzündungsaktivität oder den Krankheitsverlauf belegen. Mehr zur Therapie der rheumatoiden Arthritis

  3. Mein/e Partner/in hat seit Jahren Gelenkentzündungen an den Händen. Wir fürchten, dass irgendwann auch andere Gelenke betroffen sind. Kann das sein und was kann er/sie dagegen tun?

    Das kann durchaus geschehen. Rheumatoide Arthritis ist eine Erkrankung, die den gesamten Organismus betrifft. Die Symptome können individuell sehr unterschiedlich sein. Besprechen Sie und Ihr/e Partner/in diese Frage mit dem behandelnden Arzt. Der Krankheitsverlauf hängt maßgeblich vom frühzeitigen Beginn einer auf die Bedürfnisse Ihrer Partnerin/Ihres Partners abgestimmten Therapie und der regelmäßigen Einnahme bzw. Verabreichung der Medikamente ab. Ausführliche Informationen zur Erkrankung und ihrem Verlauf

  4. Mein/e Partner/in hat rheumatoide Arthritis. Ich selbst fühle mich mit der Situation manchmal überfordert. Was kann ich tun?

    Angehörige sind eine wichtige Stütze für Patienten mit rheumatoider Arthritis. Damit die Situation für Sie aber nicht zur Belastung wird, ist es wichtig, zu wissen, was rheumatoide Arthritis ist und was die Erkrankung für Ihr gemeinsames Leben bedeutet. Sprechen Sie mit Ihrem/Ihrer Partner/in offen über Ihrer beider Bedürfnisse, Ängste und Sorgen. So können Sie vielleicht gemeinsam den Alltag entsprechend neu organisieren und keiner muss sich mit der neuen Situation allein gelassen fühlen. Auch Gespräch und Unternehmungen in der Freizeit mit Verwandten und guten Freunden können hilfreich sein. Für Angehörige von Rheuma-Patienten gibt es verschiedene Unterstützungsangebote, die sie nutzen können. Auch für Patienten gibt es eine Reihe von Hilfsangeboten, wie Patientenschulungen und Selbsthilfegruppen, die sie beim Umgang mit der Erkrankung unterstützen.

  5. Muss ich meinem Vorgesetzten sagen, dass ich rheumatoide Arthritis habe?

    Dazu sind Sie nicht verpflichtet. Allerdings kann Ihr Arbeitgeber Sie nur dann unterstützen, wenn Sie offen mit Ihrer Erkrankung umgehen. So kann er z. B. dafür sorgen, dass Ihr Arbeitsplatz Ihren Bedürfnissen entsprechend umgestaltet wird, dass Sie vielleicht an einen anderen Arbeitsplatz versetzt werden oder für Sie Pausen verlängert werden bzw. die Arbeitszeit geändert wird. Weitere Informationen zur Berufstätigkeit bei Rheuma 

  6. Ich habe mich immer gerne bewegt und regelmäßig Sport getrieben. Nun bin ich an rheumatoider Arthritis erkrankt und weiß nicht, ob ich weiterhin wie gewohnt Sport treiben soll?

    Körperliche Aktivität ist wichtig, um fit und gesund zu bleiben und tut auch emotional gut. Das alles trifft auch für Menschen mit rheumatoider Arthritis zu. Für sie sind Bewegung und körperliche Aktivität besonders wichtig. Regelmäßiges Training stärkt das Wohlbefinden und fördert die Beweglichkeit der Gelenke. Wenn Sie sich fit genug fühlen, dann spricht nichts dagegen, weiterhin Sport zu treiben. Hören Sie immer auf Ihren Körper und gönnen Sie sich auch mal eine Pause. Ausführliche Informationen zu Bewegung und Sport bei Rheuma und zu geeigneten Sportarten finden Sie unter Rheuma und Bewegung 

  7. Nach der Diagnose meiner rheumatoiden Arthritis habe ich meine Ernährung vollständig umgestellt. Ich esse kaum noch Fleisch und Wurst und trinke keinen Alkohol. Trotzdem habe ich immer wieder Rheumaschübe und muss Kortison nehmen. Was kann ich tun, um das Fortschreiten der RA aufzuhalten?

    Eine rheumagerechte Ernährung ist nur eine Säule der Therapie der rheumatoiden Arthritis. Die Umstellung der Ernährung kann die medikamentösen und physiotherapeutischen Maßnahmen nicht ersetzen, aber unterstützen. Rheumaschübe deuten eine verstärkte Krankheitsaktivität an. Wichtig ist der rechtzeitige Beginn einer konsequenten Therapie, um die Entzündung dauerhaft zu hemmen, Schmerzen zu lindern und das Fortschreiten der rheumatoiden Arthritis aufzuhalten. Bei Fragen zu Ihrer Therapie wenden Sie sich bitte an Ihren behandelnden Arzt. Mehr zu Rheuma und Ernährung

  8. Durch die rheumatoide Arthritis habe ich oft Probleme bei alltäglichen Bewegungen, z. B. in der Küche und im Haushalt. Was kann ich dagegen tun?

    Rheuma kann die Gelenke schädigen und im Verlauf der rheumatoiden Arthritis kann es zu Fehlbelastungen und Einschränkungen der Beweglichkeit kommen. Zur Erleichterung alltäglicher Handgriffe und zur Entlastung der Gelenke gibt es eine Reihe von Hilfsmitteln und Tipps für Rheumakranke – wie spezielle Hilfen zum Öffnen von Flaschen und Gläsern, Griffverdickungen für Messer und viele weitere Hilfsmittel für Küche, Bad, Arbeit und Freizeit. Einige Hilfsmittel sowie Tipps und Tricks zur Erleichterung alltäglicher Bewegungen stellen wir unter Hilfsmittel bei Rheuma vor.