Interleukin-6

Was ist Interleukin-6 und welche Rolle spielt es bei der rheumatoiden Arthritis?

Das Zytokin Interleukin-6 (IL-6) spielt eine (Schlüssel-)Rolle bei metabolischen, homöostatischen und regenerativen Prozessen. IL-6 steigt lokal als Reaktion auf Infektionen oder Verletzungen an und fördert pro-inflammatorische Aktivitäten. Bei Autoimmunerkrankungen wie der rheumatoiden Arthritis tragen dauerhaft erhöhte IL-6-Spiegel zu chronischen Entzündungen und zur Krankheitsprogression bei.1,2

Die Effekte von IL-6 werden über zwei verschiedene Signalwege übertragen. IL-6-Rezeptor-Inhibitoren greifen in dieses Entzündungsgeschehen ein. Sie sind eine wichtige Therapieoption in der Behandlung der rheumatoiden Arthritis.3-5

Die Rolle von IL-6 in der Pathogenese der rheumatoiden Arthritis

Interleukin-6 nimmt eine zentrale Rolle in der Pathophysiologie der rheumatoiden Arthritis ein.

Erhöhte IL-6-Konzentrationen können zu zahlreichen artikulären und systemischen Manifestationen führen.

Effekte von IL-6

Interleukin-6 wirkt über membrangebundene und lösliche IL-6-Rezeptoren

Das Zytokin Interleukin-6 aktiviert über zwei verschiedene Signalwege Entzündungsreaktionen des Körpers.

Die Signalübertragung erfolgt über membrangebundene und lösliche IL-6-Rezeptoren.

IL-6-Signalwege

Leitliniengerechte Therapie der rheumatoiden Arthritis

IL-6-Rezeptor-Inhibitoren werden zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis eingesetzt.

Ausführliche Empfehlungen zur Therapie der rheumatoiden Arthritis gibt die S2e-Leitlinie rheumatoide Arthritis der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie.

Leitlinie rheumatoide Arthritis

Literatur:

  1. Schett G. Rheumatology 2018; 57(suppl 2):ii43-50.
  2. Tanaka T, Kishimoto T. Int J Biol Sci 2012; 8:1227-1236.
  3. Dayer JM, Choy E Rheumatology (Oxford) 2010; 49(1): 15–24.
  4. Rose-John S et al. J Leukoc Biol 2006; 80(2): 227–36.
  5. C. Fiehn et al. Zeitschrift für Rheumatologie 2018; 77: Supplement 2.